Zahnstudie

Der Lupus kann auf dem Boden seines vielfältigen Erscheinungsbildes auch zu Problemen im Mundraum führen. Direkte Probleme stellen hierbei die Entwicklung von Schleimhautläsionen, z. B. orale Ulzera oder die mit einem begleitenden Sjögren-Syndrom auftretende Mundtrockenheit dar. Darüber hinaus können die erforderlichen immun-suppressiven Medikamente zu einer Verschlechterung der Zahngesundheit führen.

In früheren Untersuchungen wurde in untersuchten Kollektiven bei bis zu 70% der Lupus-Patienten eine Erkrankung des Zahnhalteapparates (z. B. Parodontitis) gefunden. Auch Prof. Jackowski konnte vor einigen Jahren mit Hilfe einer Umfrage in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegemeinschaft nachweisen, dass viele Patienten unter ausgeprägten Veränderungen und Schmerzen im Mund leiden und diese mit einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität einhergehen.

In den letzten Jahren wird in der Wissenschaft eine schlechte Zahngesundheit auch als Auslöser oder zumindest Risikofaktor für verschiedene Systemerkrankungen untersucht. Um diesem Zustand Rechnung zu tragen, wollen wir die Zahngesundheit bei Lupus-Patienten mehr in den Fokus rücken.

Warum war diese Studie wichtig?

Mit Ihrer Hilfe können wir die Probleme bezüglich der Zahngesundheit und Zahnimplantate erfassen und beziffern. Der Vergleich mit anderen Kollektiven, insbesondere der gesunden „Normalbevölkerung“, wollen wir zeigen, wie viel höher das Risiko für Beschwerden bei Lupus liegt. Eventuell wird es dann möglich sein, begünstigende oder schützende Einflussfaktoren zu identifizieren (dies erhoffen wir uns aus der Zusatzanalyse des LuLa-Kollektivs). Diese Daten sollen helfen, die erhöhte Belastung, auch finanzielle, von Lupus-Patienten zu dokumentieren. Dabei können sie gegebenenfalls auch als Argumentationshilfe für Diskussionen bei Anfragen zur Kostenübernahme dienen.

Sobald uns weitere Daten zur Auswertung vorliegen, werden wir diese im „Schmetterling“, unserer Vereinszeitschrift, veröffentlichen.